Spannung bis zum Schluss: SCP-Ladies meistern das Saisonfinale und steigen auf

Finaltag hieß es für das „neue“ Damen 50-Team des SCP, als am vergangenen Samstag die Spielerinnen des THC Altona-Bahrenfeld zu Gast waren, gingen doch beide Teams verlustpunktfrei und daher mit sehr realen Aufstiegsambitionen in diesen letzten Spieltag in Klasse 3 der Sommersaison 2026. Auch wenn diese Ausgangssituation vorab SCP-intern durchaus schon als Erfolg verbucht wurde, waren alle Sinne geschärft und die Poppenbütteler Spielerinnen bereit und fokussiert, den letzten und entscheidenden Schritt dann auch noch zu gehen.

Zu viele Fragezeichen standen zu Saisonbeginn, als dass dieser Zwischenstand so erwartbar gewesen wäre: im letzten Jahr noch bei den W 40 aktiv, war das Team nun kollektiv „eins höher“ gewechselt und somit neu in dieser Altersgruppe. Darüber hinaus ging man mit einem voll auf Kante genähten Kader in die Saison, der regulär aus gerade einmal 6 Spielerinnen bestehend, die zum Teil aus langwierigen Verletzungen kommend (U. Popoff) bzw. in solchen befindlich (G. Schlote) personell rein gar nichts an Alternativen bereithielt.

Damen 50 in der Sommersaison 2026 v. l.: Alexandra Lafferenz, Bine Ulrichs, Kerstin Kleemann, Gyde Schlote, Ulrike Popoff, Katja Harders

Da einfach bekanntlich jeder kann, wahre Champs an und mit ihren Aufgaben wachsen und Gemeinschaft zu den ganz großen Stärken unserers Vereins zählt, war klar, dass die Saison so ohne Meckern zu bestreiten ist und Hilfe eben im Zweifel aus anderen Mannschafzen zu organisieren ist.

Nicole Gerbig, Beata Sikorski und Ria Kamusella stellten sich an den ersten drei Spieltagen jeweils einmal in den Dienst der Mannschaft und halfen tatkräftig mit, drei relativ ungefährdetet Siege einzufahren. Da auch Altona-Bahrenfeld ähnlich souverän durch die Runde gekommen war, kam es am letzten Spieltag zum Showdown zwischen den beiden mit Abstand stärksten Teams dieser Klasse.

Lediglich Petrus wollte dann am Samstag nicht so recht, sodass man sich vorab auf eine Austragung in der Halle verständigte, was allen Spielerinnen gleichermaßen ein relativ kaltes und unvorbereitetes Aggieren auf diesem Geläuf abverlangte.

Poppenbüttel startete in der ersten Runde mit Bine Ulrichs, Alex Lafferenz und Kerstin Kleemann und speziell Letztgenannte machte fix klar, wohin die Reise an diesem Tag für die eigenen Farben zu gehen habe: mit 6:1 und 6:2 ließ sie ihrer Gegnerin kaum eine Chance und fuhr souverän den ersten Punkt ein. Bine und Alex hatten deutlich härtere Nüsse zu knacken, mit unterschiedlichem Ausgang. In jeweils sehr engen Matches setzte sich die an Position 2 spielende Bine 7:5 und 7:6 durch, wohingegen Alex (an Position 4) in den entscheidenden Match-Tie Breack musste und in diesem äußerst knapp und unglücklich 8:10 unterlag.

Runde zwei bestritten dann Ulrike Popoff, Katja Harders und Nicole Gerbig und hier sollte es nochmals spannender und enger zugehen. Alle drei trafen auf sehr starke Gegnerinnen, die sie jeweils in den Match-Tie Break zwangen. Ulli unterlag in diesem 5:10, Kaddi in ihrem 9:11 und Nicole siegte schlussendlich 10:5, sodass es mit einem 3:3 in die Doppel ging.

Die SCP-Damen starteten in diese in der Aufstellung Popoff/Ulrichs, Harders/Schlote und Lafferenz/Kleemann.

Kerstin, wir erinnern uns, hatte einen Auftrag und da auch Alex aus dem Einzel mit offener Rechnung gekommen war, machten beide im 3. Doppel mit 6:2, 6:0 kurzen Prozess und sorgten so für den vierten Poppenbütteler Punkt. In Doppel zwei taten sich Kaddi und Gyde schwerer, bedingt sicher auch durch die clevere und starke Aufstellung des Gegners, der am Ende mit 4:6 und 1:6 triumphierte und erneut ausglich. Das volle Augenmerk lag damit auf dem ersten Doppel, das sich durch Spieldauer und Verlauf zur alles entscheidenden Partie entwickelte. Satz 1 ging mit 6:3 an Poppenbüttel und Satz 2 mit 1:6 an Altona-Bahrenfeld. Somit musste auch in der letzten Partie des Tages in Satz 3 der Match-Tie Break die finale Entscheidung bringen. Da alle anderen Partien zu diesem Zeitpunkt bereits beendet und entschieden waren, genossen die vier Spielerinnen die ungeteilte Aufmerksamkeit und schenkten sich wahrlich nichts: Jeder Punkt war hart umkämpft, knappe Entscheidungen sorgten für reichlich Gesprächsstoff und einfache Fehler taten mindestens doppelt weh. Ulli und Bine ließen sich den langen Tag und die anstrengenden Spiele kaum anmerken, machten weniger Fehler, zeigten den größeren Siegeswillen, zogen das Match mit 10:6 und sorgten damit für den viel umjubelten 5:4 Endstand aus Poppenbütteler Sicht.

Die SCP-Damen beenden damit eine sehr starke Saison verlustpunktfrei mit einem Matchverhältnis von 27:9 auf Platz 1 und krönen diese mit dem verdienten Aufstieg in Klasse 2.

Herzlichen Glückwunsch!

Text: Donat Tuch